Baustein 6:
Wege aus dem Stress

Arbeitsaufträge für die Gruppe A

Aufgabe B6/1
Nennt/skizziert Beispiele, wie man durch Verhaltensänderungen Stress abbauen kann.

Hilfen:

  • Mull u.a.: Wahlpflichtunterricht Biologie, Mensch und Gesundheit, S. 27
  • Stress abbauen (AOK), S. 14ff
  • Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 14-17
  • Stress ...!? (DAK), S. 19, 26

(Bitte benutzt aber auch die anderen Materialien sowie Informationen aus dem Internet.)

Ergebnisse

Aufgabe B6/1: Wie der heutige Mensch auf Stresssituationen reagiert

Wie man durch Verhaltensänderungen den Lernstress abbauen kann

Was meinst du, wer bewältigt die Prüfung am besten?

  • Typus „Ich fange 5 Minuten vor zwölf an“
    Fängt erst kurz vor der Prüfung an zu lernen, arbeitet dann aber durch, hat kaum noch Zeit zum Essen und Schlafen.
  • Typus „Ich arbeite 24 Stunden am Tag“
    Arbeitet Tag und Nacht - und das mehrere Wochen. Hat überall aufgeschlagene Bücher liegen und gönnt sich während der Vorbereitungszeit auf die Prüfung keine Vergnügungen.
  • Typus „Ich muss alles wissen“
    Besorgt sich eine Unmenge von Literatur. Arbeitet alle Bücher von vorne bis hinten durch. Verliert sich in Einzelheiten und natürlich auch die Übersicht.
  • Typus „Ich schaff' das schon“
    Hat sich auf die Prüfung langfristig vorbereitet (z.B. gute Fachbücher besorgt und einen Arbeitsplan aufgestellt). Hat noch Zeit, sich zwischendurch mit Freunden zu treffen, für Ausgleich zu sorgen. Die letzte Woche vor der Prüfung ist fürs Wiederholen eingeplant. Geht gut vorbereitet, ausgeschlafen und relativ gelassen in die Prüfung.

nach: Lernstress im Griff (AOK)

Verhalten ändern - Belastungen abbauen
Belastungen abbauen

Wie man durch Verhaltensänderungen Stress abbauen kann

Herr Sandmann ist selbständiger Bauunternehmer. Jedesmal zum Monatsende steht er unter Stress, denn er muss Gehälter zahlen, Rechnungen schreiben - und, und, und.
Auch mit seinen Auftraggebern hat er Probleme. Sie drängen zum schnellen Baubeginn, beschweren sich über Baumängel oder zahlen nicht fristgemäß.
Für seine Frau und Familie, für die Freunde hat er wenig Zeit, seine Hobbys übt er schon seit längerer Zeit nicht mehr aus.
Im letzten Monat ist der Zigarettenkonsum des Bauunternehmers von einer Schachtel auf zweieinhalb pro Tag angestiegen.
Er isst weniger - und was er isst, isst er zu schnell. Magenschmerzen quälen ihn, er ist unkonzentriert, hat oft Kopfschmerzen und schläft schlecht.

Was kann Herr Sandmann ändern?

  • Er sollte überprüfen, ob er wirklich weiterhin so viele Dinge selbst erledigen muss. (Andere, die eine qualifizierte Stelle suchen, würden seine Arbeit sicher gern übernehmen.)
  • Er sollte seinen Tag genau planen, öfters mal eine Pause machen.
  • Er sollte bei Konflikten mit anderen Menschen die offene Aussprache suchen.
  • Er sollte sich wieder mehr Zeit für seine Familie/Freunde/Hobbys nehmen.
  • Er sollte mit dem Rauchen aufhören (oder es stark einschränken), statt dessen öfters mal einen Spaziergang machen bzw. an die frische Luft gehen.
  • Er sollte sich wieder mehr Zeit für's Essen nehmen und abends nicht noch über berufliche Probleme nachdenken, so dass er wieder besser schlafen kann.
  • Er sollte ...

Arbeitsaufträge für die Gruppe B

Aufgabe B6/2
Bewegung (Sport) ist ein ausgezeichnetes Mittel zum Stressausgleich. Warum ist das so?

Hilfen:

  • Mull u.a.: Wahlpflichtunterricht Biologie, Mensch und Gesundheit, S. 27
  • Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 23-25
  • Eberspächer/Franck: Stressausgleich ... durch Bewegungstraining, S. 32ff

(Bitte benutzt aber auch die anderen Materialien sowie Informationen aus dem Internet.)

Ergebnisse

Aufgabe B6/2: Warum Sport ein Mittel zur Stressbewältigung ist

Es ist für den Menschen gut, wenn die in Stresssituationen mobilisierten Energiereserven durch körperliche Aktivitäten verbraucht werden (siehe vorige Seite).

Unzählige wissenschaftliche Untersuchungen über die »Wirkungen körperlicher Aktivität« belegen, dass Bewegungstraining und Sport nicht nur ein ausgezeichnetes Mittel zum Stressausgleich sind, sondern auch der Erholung und der Verbesserung der Leistungsfähigkeit dienen.

So schaffen Bewegungstraining und Sport u.a. die Möglichkeit,

  • Anforderungen ohne Druck individuell zu steuern und zu bewältigen,
  • sie fördern das Selbstbewusstsein (Ich bin fit und leistungsfähig!)
  • und machen nebenbei auch noch Freude.

Laut der Zeitschrift FOCUS (Ausgabe 24/1997/S.131ff)

  • gibt es über 240 verschiedene Sportarten
  • 44% der Deutschen erholen sich am liebsten beim Sport.
  • Für 38% der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 ist der Spaß am Sport das Wichtigste.

Tipp der Zeitschrift:
Täglich zwanzig Minuten moderates Training (z.B. Rad fahren) reichen aus, um verspannte Muskeln wieder beweglich zu machen, Herz-Kreislauf-Schäden vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken.

Arbeitsaufträge für die Gruppe C

Aufgabe B6/3
Auch Entspannungstechniken dienen dem Stressabbau.
Welche Entspannungstechniken werden in den Broschüren der Krankenkassen dargestellt, was bewirken sie?

Ergebnisse

Aufgabe B6/3: Entspannungstechniken

Entspannungstechniken, die von den Krankenkassen empfohlen werden
Autogenes Training
Das Autogene Training ist eine Entspannungsmethode, mit der es gelingt, Körper, Seele und Geist in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen.

Progressive Muskelentspannung
Bei der Progressiven Muskelentspannung nach E. Jacobson werden die wichtigsten Muskelpartien von Kopf bis Fuß systematisch angespannt und entspannt.

Durch diese Technik können Spannungszustände gelöst und Angstzustände abgebaut werden.

Ein kleines Übungsprogramm zur Entspannung nach dem Prinzip der Progressiven Muskelentspannung findet man z.B. in den Broschüren:

  • Stress abbauen (AOK), s. 22/23
  • Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 20/21
  • Stress ... !? (DAK), S. 27/28

Atemübungen
Auch Atemübungen werden von den Krankenkassen in ihren Broschüren als Entspannungsmethode empfohlen.

Ruhiges und richtiges Atmen wirkt in Stresssituationen entspannend und führt dem Körper Sauerstoff und Energie zu. Ein kleines Übungsprogramm findet man z.B. in den Broschüren:

  • Stress abbauen (AOK), S. 20
  • Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 22
  • Stress ... !? (DAK), S. 27

Hatha-Yoga
Yoga-Übungen (asanas = Körperübungen und pranayamas = Atemübungen)

  • stärken die Muskeln
  • lösen Verspannungen
  • erhöhen die Widerstandskraft der inneren Organe
  • regen den Kreislauf an
  • beruhigen das Nervensystem
  • verbessern die Atmung
  • steigern die Konzentration
  • ermöglichen eine tiefe Körper- und Selbsterfahrung usw.

kurz: Yoga ist ein Anti-Stress-Programm, das den ganzen Menschen stabilisiert.

Arbeitsaufträge für die Gruppe D

Aufgabe B6/4
Nennt/skizziert untaugliche Mittel zur Stressbewältigung und begründet, warum sie ungeeignet sind.

Hilfen:

  • Time-Life Bücher: Stress-Bewältigung, S. 31
  • Weigand: Die Frau im Stress, S. 215-218

(Bitte benutzt aber auch die anderen Materialien sowie Informationen aus dem Internet.)

Ergebnisse

Aufgabe B6/4: Untaugliche Mittel zur Stressbewältigung

Untaugliche Mittel zur Stressbewältigung

Es ist, wenn man darüber nachdenkt, schon erstaunlich, was man so alles macht, um mit den täglichen Belastungen fertig zu werden.
So greifen auch Schüler/innen in belastenden Situationen heute vermehrt zu Drogen / Medikamenten / Genussmitteln:

  • Alkohol (Bier, Wein, Schnaps u.a.)
  • Nikotin (Zigaretten, Pfeife u.a)
  • Koffein (Kaffee, Cola u.a.)
  • Rauschmittel (Haschisch, Ecstasy u.a.)
  • Medikamente (Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Aufputschmitteln u.a.)
  • Genussmittel (Süßwaren u.a.)

Dass die oben skizzierten Versuche den Menschen langfristig kaputtmachen, das weiß mittlerweile jedes Schulkind - und deshalb verzichten wir hier auf eine ausführliche Darstellung.

Beispiel Rauchen
Nikotin ist der Stoff, der den Raucher süchtig macht, es wirkt in Stresssituationen zwar beruhigend, wirkt aber gefäßschädigend.
Nicht nur das Nikotin im Tabak ist gefährlich. Im Kondensat z.B. sind krebserregende Stoffe enthalten.

Aus einer Statistik der WHO (1997)
Weltweit rauchen 1,1 Milliarden Menschen. Weltweit starben 1996 drei Mio. Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, im Jahr 2020 werden von der WHO 10 Mio. Opfer prognostiziert.
In Deutschland starben 1994 ca. 70.000 Menschen durch das Rauchen.
Jeder siebte Krebstote war ein Raucher.

Literaturhinweis:
GEO: Heft 7/1995, S. 16-36,
Titelgeschichte »Rauchen verboten«

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