Baustein 4: Die Stressreaktion

Arbeitsaufträge für die Gruppen A-D

Es ist Abend. Ein Jäger der Altsteinzeit hält Wache am Lagerfeuer, während die Mitglieder seiner Horde im Eingang einer nahegelegenen Höhle schlafen.
Plötzlich hört er ein verdächtiges Geräusch hinter sich.

Aufgabe B4/1
Haltet die oben beschriebene Szene in einer Zeichnung fest.

Aufgabe B4/2
Welche Möglichkeiten hat der Jäger? Beschreibt bzw. skizziert sie.

Aufgabe B4/3
Fertigt Bilderfolgen, Schemazeichnungen oder Übersichten an, die zeigen, was im Körper des Steinzeitmenschen passiert. Verseht die Arbeiten mit einem erklärenden Text.

Hilfen:
Von den mitgebrachten Arbeitsmaterialien (Broschüren der Krankenkassen, Fach- und Biologiebüchern) empfehle ich für die Bearbeitung der Aufgabe 3 besonders die folgenden Publikationen:

  • Stresss abbauen (AOK), S. 4, 9, 10
  • Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 5
  • Stress ...!? (DAK), S. 6-8
  • Das GEO-Heft Nr. 4/1996, S. 91
  • Mull u.a.: Wahlpflichtunterricht Biologie, Mensch und Gesundheit, S. 22/23 (Schroedel 76164)

Aufgabe B4/4
Formuliert/zitiert einen Merksatz, der die Bedeutung der Stressreaktion unterstreicht.

Ergebnisse

Aufgabe B4/1: Steinzeitjäger hört verdächtiges Geräusch

hoehle.jpg (31693 Byte)

Aufgabe B4/2: Möglichkeiten des Jägers

Der Jäger kann fliehen (z.B. wenn es sich um einen Säbelzahntiger oder Höhlenbären handelt)!
Er kann den Angriff des Wildtieres aber auch abwehren und es evtl. sogar mit Hilfe der anderen Hordenmitglieder (siehe Bild) erlegen.

Aufgabe B4/3: Was im Körper des Steinzeitmenschen passiert

Ursprüngliche Stressreaktion
Ursprüngliche Stressreaktion
Normalzustand
Zunächst befindet sich der Steinzeitjäger im Normalzustand, d.h. er sitzt am Lagerfeuer und ist ruhig und entspannt.

Vorphase
Hört er nun ein verdächtiges Geräusch oder sieht er ein gefährliches Wildtier, so löst dieser Reiz in den entsprechenden Sinnesorganen (Ohr, Auge usw.) Erregungen aus, die als elektrische Impulse über Nervenbahnen zum Gehirn geleitet, dort ausgewertet und als Stressor erkannt werden. Angstgefühle machen sich breit.

Alarmphase
Das Gehirn des Steinzeitjägers schlägt Alarm.
Impulse des Hypothalamus (Steuerzentrum im Zwischenhirn, Schaltstelle zwischen dem Nerven- und dem Hormonsystem) führen zunächst einmal zu einer Denkblockade. Nachdenken könnte in einer lebensbedrohenden Situation zuviel Zeit in Anspruch nehmen, tödlich sein.
Über Nervenleitungen wird nun die Nebenniere dazu veranlasst, in erhöhtem Maße Adrenalin und Noradrenalin an das Blut abzugeben.
In Sekundenbruchteilen bringen die Nebennieren-Hormone Atmung, Kreislauf, Muskulatur und Stoffwechsel auf Hochtouren.
So pumpt das Herz z.B. mehr Blut in die Muskeln und deckt deren erhöhten Zucker- und Sauerstoffbedarf.
Die Hormone schalten gleichzeitig alle nicht lebensnotwendigen Funktionen (wie z.B. Verdauungsprozesse und Sexualfunktionen) vorübergehend ab bzw. auf Sparflamme.
Der Organismus des Steinzeitmenschen ist nun optimal gerüstet. Alle für die Abwehr der Gefahr wichtigen Organe sind bestens versorgt, sogar das Blut gerinnt leichter, so dass sich bei einer eventuellen Verletzung die Wunden schneller schließen. Der Steinzeitjäger ist jetzt zum Kampf oder auch zur Flucht bereit.

Handlungsphase
Kampf und Flucht sind Reaktionen, die viel Kraft erfordern. Durch die körperliche Anstrengung werden die bereitgestellten Energien verbraucht.

Erholungsphase
Nach dem erfolgreichen Kampf bzw. der Flucht schaltet das Gehirn des Steinzeitmenschen auf Ruhe und Erholung um. Der Jäger ist müde und erschöpft, aber auch glücklich und zufrieden.

Aufgabe B4/4: Merksatz

»Die Stressreaktion ist ein allen Menschen und höheren Tieren angeborenes Verhalten, das bei Gefahr alle Energiereserven im Körper mobilisiert. Es rührt aus der stammesgeschichtlichen Entwicklung des Menschen her, als unseren Vorfahren in Gefahr nur zwei Wege zum Überleben blieben: Angriff oder Flucht.«
aus: Bruns u.a.: Das Biobuch, S. 197 (Diesterweg 1592)
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