Baustein 3:
Was erzeugt Stress?

Arbeitsaufträge für die Gruppe A

Aufgabe B3/1
Lest euch in der AOK-Broschüre »Stress abbauen« das Kapitel »Stress hat viele Gesichter« auf Seite 3 durch.
Welche stresserzeugenden Faktoren (Stressoren) nennt der Verfasser?
Stellt sie in einer Übersicht dar.
Hinweis: Auch in den Broschüren der anderen Krankenkassen, in den ausliegenden Fachbüchern und im Internet findet ihr eine Menge über die stresserzeugenden Faktoren. Wer lieber mit den anderen Medien arbeiten möchte, kann das natürlich auch tun.

Ergebnisse

Stresserzeugende Faktoren:
  • Wettlauf mit der Zeit (Zeitdruck)
  • Autoschlangen und Staus
  • Menschenmassen
  • Geschiebe und Gedränge in den öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Termindruck
  • Überlastung
  • miese Stimmung
  • Konkurrenz unter Kollegen
  • Unterforderung
  • Langeweile
  • eintönige Arbeit
  • von einer Verabredung/Veranstaltung zur nächsten jagen
  • Krankheit und Tod eines Angehörigen
  • Trennung vom Partner
  • Arbeitslosigkeit
  • Arbeitsplatzwechsel
  • Umzug in eine neue Umgebung
  • Lärm
  • Luftverschmutzung
  • Hektik der Großstadt
  • beengte Wohnverhältnisse

nach: Stress abbauen (AOK), S. 3

Alle Faktoren, die Stress erzeugen, werden »Stressoren« genannt.
Sie können aus der Umwelt kommend auf den Körper einwirken oder aus dem Körper selbst stammen.

Physikalische Stressoren:

  • schlechtes Licht, Lärm
  • Hitze, Kälte usw.

Leistungsstressoren:

  • Überforderung, Unterforderung
  • Ehrgeiz, Zeitdruck usw.

Soziale Stressoren:

  • Ärger mit Mitschülern/Lehrer/Eltern
  • Ablehnung durch andere Menschen usw.

nach: Kein Stress mit dem Stress (BARMER), S. 7

Bedingungen, die Stress erzeugen können!

Sinneseindrücke:

  • Lärm
  • optische Überreizung
  • räumliche Enge usw.

Denken und Gedächtnis:

  • Sorgen
  • Zukunftspläne
  • Enttäuschungen

Situationen:

  • Konflikte
  • Streit
  • Terminzwänge usw.

genetische Verfassung:

  • Anfälligkeit
  • geringe Widerstandskraft usw.

körperliche Verfassung:

  • Krankheit
  • Schmerzen
  • Müdigkeit
  • Drogeneinwirkung usw.

seelische Verfassung:

  • Unsicherheit
  • Angst
  • Gereiztheit
  • Einsamkeit usw.
Homepage

Materialien
Was ist Stress?
Stressoren
Stressreaktion
Dauerstress
Bewältigung

Medien
Stress-Links

Arbeitsaufträge für die Gruppe B

Aufgabe B3/2
Nennt/skizziert Situationen, in denen ihr euch gestresst gefühlt habt.

Ergebnisse

zu viel Arbeit

unter Zeitdruck stehen

Angst vor einer Prüfung

Ärger mit Lehrern/Eltern

nach einer Feier früh aufstehen

Mädchen

schlechte Noten

Streit mit Freund

Verantwortung für andere übernehmen (Babysitten)

Eltern spionieren mir nach

Unfall

Arbeitsaufträge für die Gruppe C

Aufgabe B3/3
Zeichnet/schreibt eine Geschichte mit dem Titel »Mein täglicher Stress«.

Ergebnisse

Mein täglicher Stress
Aufstehen
Bild 1 der Bildergeschichte A:
So, jetzt wird's aber Zeit!

Mein täglicher Stress!!!
Mein alltäglicher Stress fängt schon damit an, morgens aus dem Bett zu kommen.
Müde fahre ich zur Schule und bekomme eine schlechte Zensur.
Mittags fahre ich nach Hause und berichte meinen Eltern davon.
Folge: Stress mit meinen Eltern.
Noch sehr aufgebracht fahre ich los, um meinen Job, den ich neben der Schule ausübe, zu machen. Ich bin unkonzentriert und streite mich mit meinen Kollegen und Vorgesetzten.
Folge: Ärger am Arbeitsplatz.
Geschafft von der Arbeit fahre ich nach Hause, wo ich mit meinen Hausaufgaben beginne, die ich aber nicht richtig verstehe.
Folge: Panik, die Erwartungen nicht zu erfüllen.
Ein Freund ruft an und regt sich darüber auf, dass ich keine Zeit mehr für ihn habe.
Folge: Ärger mit Freunden.

Mein täglicher Stress
Hausaufgaben
Bild 2 der Bildergeschichte B

Arbeitsaufträge für die Gruppe D

Aufgabe B3/4
Lest euch das Unterkapitel »Stressoren wirken individuell« (AOK-Broschüre, Seite 3) durch.
Überprüft diese Behauptung (benutzt bitte die im Bioraum ausliegenden Arbeitsmittel und das Internet).
Nennt Beispiele dafür, dass nicht jeder Stressor bei jedem Menschen in gleichem Maße stressauslösend wirkt.

Ergebnisse

Beispiele dafür, dass Stressoren individuell wirken:

Termindruck

  • den einen Menschen lähmt dieser Stressor nahezu
  • den anderen beflügelt er zu noch größeren Leistungen

laute Musik (Lärm)

  • den einen Menschen (z.B. Gast einer Party) erfreut sie, er fühlt sich wohl
  • den anderen (z.B Untermieter) stört sie, er regt sich auf

Die Holmes-Rahe-Skala (sie steht in vielen Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema Stress beschäftigen) wird inzwischen scharf kritisiert.
Sie lässt nämlich die individuelle Stresswahrnehmung der Menschen (siehe oben) unberücksichtigt.
Auch hat es sich gezeigt, dass die täglichen Reibereien (Ärger mit Mitmenschen usw.) weitaus mehr Stress erzeugen können als ein einzelnes großes Ereignis.

Umfrage: Wie stark schätzt ihr die folgenden Stressoren ein?

  Schüler/in
Stressoren A B C
Ärger mit Lehrern 5 6 6
Ärger mit Mitschülern 1 3 4
Klassenarbeit schreiben 1 9 6
mündliche Prüfung 1 7 5
Referat halten 3 6 4
schlechte Noten 4 5 7
unter Zeitdruck stehen 3 8 9
langer Unterrichtstag 3 5 3
0 = kein Stress, 10 = totaler Stress
Auswertung der Tabelle:
Die Wirkung der einzelnen Stressoren wird unterschiedlich eingeschätzt.
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Schuljahr 1996/1997 - Schuljahr 1999/2000
Klasse 10B, Städt. Hauptschule Süd, Gütersloh
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